Ursina Jaeger ist MVP in Österreich

Die Trainer haben die 28jährige als Center agierende Spielerin des SU Wiener FV als MVP 2014 in Österreich gewählt.

Ursina Jaeger wurde als MVP in Österreich gewählt (Foto: Daniel Romsdorfer)
Ursina Jaeger wurde als MVP in Österreich gewählt (Foto: Daniel Romsdorfer)

 

Ursina Jaeger studiert Sozialwissenschaft und hat auch neben dem Floorball viele Interessen. Sie begann ihre Unihockeykarriere in Chur (Schweiz) und wurde auch für das Schweizer U19-Nationalteam aufgeboten. Ursina hat später auch in Norwegen und Deutschland Floorball gespielt.

Interview:

Bitte stelle dich hier kurz vor (Alter, Beruf, Hobbies…), damit man einen Eindruck von der wertvollsten Spielerin der Saison 2013/14 in Österreich bekommt.

Zuerst einmal: herzlichen Dank für die Auszeichnung!
In den 28 Jahren meines Lebens habe ich schon viel Floorball gespielt und bin abgesehen davon eine Sozialwissenschaftlerin, eine, die also auch gerne mal liest, auf Reisen geht, neue Welten entdeckt, sich kreativ beschäftigt…

Wie fühlt es sich an, MVP zu sein und hättest du selbst mit dieser Auszeichnung gerechnet?

Solche Auszeichnungen treiben mir ja v.a. die Röte ins Gesicht – aber Hand aufs Herz: natürlich ist das toll, natürlich freue ich mich. Ohne die Leistung des gesamten Wiener Teams wäre dies aber nicht möglich gewesen: die Wahl bestätigt also auch den Einsatz der anderen Mädels und unserer beiden Trainer.
Wie bist du selbst mit deiner persönlichen Leistung in dieser Saison zufrieden und wie mit der Performance deiner Mannschaft, dem SU Wiener FV?

Durch viel Sport abseits vom Feld (ich habe mit Orientierungslauf begonnen, gehe viel joggen und lege die meisten Strecken in Wien per Rad zurück) war ich in dieser Saison fitter als auch schon. Statistisch gesehen lief es mir in den Spielen dieser Saison sehr gut, aber z.B. Fehlpässe und riskante Aktionen finden keinen Eingang in diese Wertungen. Daran kann ich noch viel arbeiten.
Meine Mädels haben diese Saison wirklich toll aufgespielt – das Team hat sich in den letzten Jahren stark verändert, wichtige Stützen sind weggezogen oder haben aufgehört, die Lücken wurden aber von jungen Talenten gefüllt. 12 von 13 Partien für sich zu entscheiden, das ist ein überzeugender Schnitt und ausschließlich eine Teamleistung! Gerade durch die jungen Neuzugänge ist es möglich, zweimal die Woche mit genügend Spielerinnen zu trainieren – und das Resultat sieht man auf dem Feld: wir sind Staatsmeisterinnen!

Kannst du uns einen kurzen Rückblick über deine bisherige Floorballkarriere geben und gibt es weitere Dinge, die du im Floorballsport unbedingt noch erreichen möchtest?

Chur, meine Heimatstadt, ist eine Schweizer Unihockey-Hochburg. Schon in der Grundschule waren die roten Tore fixer Bestandteil des Pausenhofs. Ich habe also früh angefangen und durch die Unihockeyschule von Piranha Chur (das Team hat gerade den Schweizermeistertitel-Hattrick geschafft) und auch im U19-Nationalteam sehr viel lernen können. Nach einer mehrjährigen Pause habe ich 2006 in Wien wieder mit spielen begonnen. Eine Saison in der 5. norwegischen Herrenliga, Erfahrungen beim Team aus Braunschweig (D), bei den Hot Chilis aus Rümlang (CH) und gemeinsam mit den Wienerinnen mit den Mädels vom SG Berlin haben mir den Sport in den letzten Jahren von einer weniger ambitionierten, aber immer noch enthusiastischen Seite gezeigt. Vor allem aber habe ich durch das Floorball viele tolle Menschen querbeet kennengelernt, die ich nicht missen möchte.
Ich hätte nichts dagegen einzuwenden, einmal noch ein internationales Spiel gegen ein gutes Team zu gewinnen. Grundsätzlich wäre es aber vor allem schön, wenn wir gemeinsam erreichen, unseren Sport in Österreich bekannter zu machen.

Du stehst nun für kurze Zeit im Mittelpunkt des Floorballs in Österreich. Gibt es etwas, was du allen anderen Floorballenthusiasten Österreichs, speziell den Junioren/innen, als Ratschlag mitgeben möchtest?

Etwas altklug, aber: Floorball ist eine der dynamischsten Sportarten überhaupt, in der Köpfchen und Körper eine super Kombi eingehen. Weiter dran, fair, und Teamplayer zu bleiben, zahlt sich in jeder Linie aus.

Quellen: www.floorball.org und www.floorball.at

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