Nationalspielerin Corinna Müller und der MFBC – eine interessante Mischung.

Corinna Müller
Neuentdeckung Corinna Müller. Eine Floorball Kämpferin aus Leipzig. (Foto: johannes-waschke.de)

Ladystrike hat sich vergangene Woche mit der deutschen Newcomerin Corinna Müller unterhalten. Die 22-Jährige Floorballspielerin aus Leipzig erzählt über ihre ersten Erfahrungen und gibt Einblick in den grössten Deutschen Damenverein, den MFBC.

Corinna Müller, als Floorball Nationalspielerin zum ersten Mal bei den Czech-Open dabei. Wie wars?

Es war sehr aufregend für mich, das erste Mal dabei zu sein. Aber vor allem, war es eine tolle, unvergessliche Erfahrung gegen solche Top-Teams zu spielen und ich habe mich gefreut, doch so viele Einsätze zu bekommen.

Was war dein eindrücklichstes Erlebnis in Tschechien?

Mein eindrücklichstes Erlebnis war eigentlich schon am Bahnhof und auf dem Weg zum Hotel, als ich überall Menschen mit Floorball Schlägern gesehen habe. Da habe ich schon gemerkt, was für ein großes Floorballereignis auf mich und das Team wartet. Ansonsten war es einfach beeindruckend zu sehen, wie Floorball in den besten Teams gespielt wird. Ein Highlight war das Halbfinale der Männer.

Zurück im Liga Alltag mit drei Teams und den üblichen Verdächtigen? Frustration pur?

Natürlich ist es frustrierend, immer gegen die gleichen zwei Gegner spielen zu müssen. Eine abwechslungsreiche und spannende Liga sieht anders aus. Aber dennoch sehen wir es im Leipziger Team als große Herausforderung, um uns zu beweisen und daran zu wachsen. Jetzt nach dem ersten Speiltag gehen wir mit viel Optimismus und Willenskraft in die kommenden Spiele und hoffen, dass wir für die ein oder andere Überraschung sorgen können. Wir werden hart arbeiten müssen, aber das ist ja unser Ziel.  Das wichtigste für alle Mädels in der Liga ist es doch, Spaß am Spiel zu haben und das geht auch bei drei Mannschaften.

Wie erlebst du die Zusammenarbeit mit Grimma? Weshalb hast du noch nicht gewechselt?

Die Zusammenarbeit mit Grimma läuft gut, wir haben eine sehr gute Saisonvorbereitung zusammen bestritten und viele Trainingseinheiten zusammen gestaltet. Auch wenn es jetzt (vor allem burufsbedingte) Probleme bei der Trainingsbeteiligung geben sollte, legen wir unser Training zusammen. Natürlich gab und gibt es viele Gespräche im Trainerstab beider Mannschften, in die wir als Spielerinnen allerdings nicht so viel Einblick haben, und so auch über personelle Veränderungen der Teams. Ich bleibe vor allem aus perönlichen Gründen erstmal in Leipzig, da mich mein Studium im kommenden Semester zeitlich sehr beanspruchen wird und natürlich um mein Team auch weiterhin zu unterstützen.

Was braucht es, dass sich die Damen-Bewegung endlich formieren kann und anfängt zu wachsen?

Ich denke, dass man vor allem viel Kraft und Zeit in den Nachwuchs investieren sollte. Ich merke es jetzt bei unseren jungen Mädels, wie schnell es geht, dass sie sich in einem Bundesligateam zurechtfinden und auch behaupten können. Außerdem sollte man sich auf die Teams im Pokal konzentrieren, denn da steckt Potential, die Mannschaften eventuell an die Bundesliga heranführen. Aber über das Thema Damenfloorball in Deutschland kann man mittlerweile schon Bücher schreiben, da muss ich nicht mehr viel sagen.

Grimma hat diese Saison die stärksten jungen Spielerinnen aus Leipzig zu sich geholt. Leidet da der Verein nicht drunter? Wo ist der Profit von Leipzig?

Du spielst bestimmt auf Lisa Glaß an?! Klar ist sie eine sehr starke junge Spielerin und wir werden sie im Team vermissen. Aber alle Abgänge an Grimma wurden auch durch junge Spielerinnen aus Grimma kompensiert. Unser Kader in Leipzig hat sich seit der vergangenen Saison schon etwas verändert, aber ich denke nicht, dass es uns zum Nachteil wird. Wir haben viele erfahrene Ligaspielerinnen dabei, die dem Team ein Gerüst geben.

Welchen Beitrag leistet der MFBC zu einer positiven Entwicklung im Damen Floorball?

Ich denke, der Verein geht als sehr gutes Beispiel voran, wie man sich im Bereich Damenfloorball einsetzen kann. Der MFBC kann ein gutes Vorbild für kleinere Vereine sein, die vielleicht gerade dabei sind, einen Damenbereich aufzubauen. Außerdem trägt er dazu bei, dass unsere Sportart in Deutschland endlich bekannter wird.

Cori, Vielen Dank für das ausführliche Interview. Wir wünschen die viel Erfolg in der laufenden Saison.

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