Skorps NLA: Mit dem Rücken zur Wand

Der UHV Skorpion Emmental Zollbrück muss zwei Niederlagen gegen Red Ants Rychenberg Winterthur einstecken und steht somit mit 0:2 in den Play Off Viertelfinals zurück. Eine weitere Niederlage würde das Saisonende bedeuten.

Die Skorpions liegen in der Viertelfinalserie 0:2 zurück (Foto: Erhard Schürch)
Die Skorpions liegen in der Viertelfinalserie 0:2 zurück (Foto: Erhard Schürch)

Das Auswärtsspiel am Samstag begann vielversprechend. Die Emmentalerinnen kreierten sich mehrere Chancen und beherrschten das Spiel. In der 16. Minute konnten die Skorpions dann erstmals jubeln. Flavia Kuratli erzielte nach einem präzisen Querpass von Karin Beer das 1:0.

Das zweite Drittel startete noch vielversprechender, denn bereits 38 Sekunden nach Wiederanpfiff schoss Sonia Brechbühl wiederum auf Pass von Karin Beer den zweiten Treffer für den UHV Skorpion Emmental Zollbrück. In der 32. Minute eroberte sich Nadine Krähenbühl den Ball und zog alleine aufs Tor der Winterthurerinnen. Souverän versenkte sie dann den Ball zum dritten Tor für die Bernerinnen. In der 36. Minute schaute dann aber auch für die Zürcherinnen etwas Zählbares heraus. Margrit Scheidegger erzielte mit einem halbhohen Schuss das erste Tor für die Red Ants.

Dieser Treffer vor der zweiten Drittelpause brachte Schwung in die Reihen der Winterthurerinnen. Wiederum war es Margrit Scheidegger, die das nächste Tor für die Heimmannschaft schoss. Nicht einmal drei Minuten später konnte Alexandra Frick auf Pass von Nicole Mattle den Ausgleich erzielen. In der 51. Minute gelang den Skorpions aber wieder die Führung zum 3:4. Flavia Kuratli brachte den Ball nach einem von Sonia Brechbühl lancierten Konter über die Torlinie der Red Ants Torhüterin Martina Fauser. Darauf folgte eine chaotische Phase. Die Unparteiischen verloren die Oberhand im Spiel und fällen vermehrt nicht nachvollziehbare Entscheide. Fünf Minuten vor Schluss erhielt dann Flavia Kuratli noch eine eher fragwürdige Strafe und ermöglicht dadurch eine gute Möglichkeit für die Winterthurerinnen. Diese Chance wird eiskalt von Andrea Kern ausgenutzt und somit stand es wieder 4:4 unentschieden. Ein blöder Ballverlust kurz vor Drittelsende kostete den Emmentalerinnen den Sieg. Michaela Mlejnkova schnappte sich den Ball und versenkte ihn, nachdem der erste Schuss noch von Janina Limacher gehalten, wurde ins Tor.

Aufgrund des miserablen Enddrittels verloren die Skorpions unglücklich das erste Play Off Viertelfinal Spiel. Lange zu trauern blieb aber nicht, denn bereits ein Tag später folgte das nächste Spiel, jedoch diesmal Zuhause.

Die Unsicherheit der Emmentalerinnen war von Anpfiff an ein wenig zu spüren, was den roten Ameisen mehr Platz zum Spielen gab. In der 6. Minute musste dann auch bereits der erste Gegentreffer hingenommen werden. Margrit Scheidegger traf das 1:0 in Überzahl. Kurz vor Startdrittelsende durfte sich auch die routinierte Andrea Kern als weitere Torschützin der Zürcher Oberländerinnen feiern lassen. Somit lagen die Skorpions nach 20 Minuten 2:0 in Rückstand.

Das Mitteldrittel bot den Zuschauern ausser harten Zweikämpfen und mehreren Stockschlägen nicht sehr viel. In der 32. Minute gab es dann aber doch noch ein Tor zu sehen. Daniela Beer traf auf Pass von Fabienne Arm den Anschlusstreffer zum 2:1. Die restliche Zeit verstrich dann aber weiter ohne Tore und Strafen.

Die letzten 20 Minuten begannen mit einem höheren Tempo und aggressiverer Vorgehensweise. Die Emmentalerinnen drückten auf den Ausgleich, welcher durch Karin Beer in der 47. Minute verwirklicht werden konnte. Der Ausgleich konnte aber nicht lange gehalten werden. Unglücklich rollte der Ball in der 50. Minute nach einem ungewollten Pass einer Skorpionin ins eigene Tor und brachte die Red Ants erneut in Führung. Mit allen Mitteln versuchte der UHV Skorpion Emmental Zollbrück auszugleichen. Jedoch blieb alles erfolglos und so gingen die Emmentalerinnen erneut als Verlierer vom Platz.

Red Ants Rychenberg Winterthur – Skorpion Emmental Zollbrück 5:4 (0:1, 1:2, 4:1)
Oberseen Winterthur. 192 Zuschauer. SR Rudin/ Siegfried.
Tore: 16. Kuratli (K. Beer) 0:1. 21. Brechbühl (K. Beer) 0:2. 32. Krähenbühl 0:3. 36. Scheidegger (Bengtsson) 1:3. 45. Scheidegger (Frick) 2:3. 48. Frick (Mattle) 3:3. 51. Kuratli (Brechbühl) 3:4. 57. Kern (Frick) 4:4. 58. Mlejnkova (Chalverat) 5:4.
Skorpion Emmental: Limacher; Grundbacher, Rindisbacher; Liechti, Schlüchter; Berger, Stettler; Walther, Reinhard, Baumgartner; K. Beer, Kuratli, Brechbühl; D. Beer, Krähenbühl, Arm; M. Buri, Schüpbach, Gurtner, Brenner
Strafen: 2mal 2 Minutenstrafe gegen Skorpion Emmental Zollbrück. 2mal 2 Minutenstrafe gegen Red Ants Rychenberg Winterthur.
Bemerkungen: Skorpion ohne Gerber, C. Buri, Zimmermann, Badertscher, Maurer (alle verletzt). Brechbühl und Frick als beste Spielerinnen ausgezeichnet.

Skorpion Emmental Zollbrück – Red Ants Rychenberg Winterthur 2:3 (0:2, 1:0, 1:1)
Ballsporthalle Oberemmental (BOE), Zollbrück. 148 Zuschauer. SR Manser/ Lehmann.
Tore: 6. Scheidegger (Mlejnkova) 0:1. 16. Kern (Scheidegger) 0:2. 33. Beer (Arm) 1:2. 47. K. Beer (Schlüchter) 2:2. 50. Kern (Frick) 2:3.
Skorpion Emmental: Limacher; Rindisbacher, Grundbacher; Liechti, Schlüchter; Stettler, M. Buri; Walther, Reinhard, Gurtner; K. Beer, Kuratli, Brechbühl; D. Beer, Krähenbühl, Arm; Brenner, Baumgartner, Berger, Schüpbach.
Strafen: 2mal 2 Minutenstrafe gegen Skorpion Emmental Zollbrück. Eine 2 Minutenstrafe gegen Red Ants Rychenberg Winterthur.
Bemerkungen: Skorpions ohne Gerber, C. Buri, Zimmermann, Badertscher, Maurer (alle verletzt). D. Beer und Koller als beste Spielerinnen ausgezeichnet.

Quelle: Skorpion Emmental

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