Damen NLA – Vorschau Superfinal

Quelle: Michael Peter
Quelle: Michael Peter

Der Superfinal geht in die dritte Runde und wieder stehen sich im Finale der Damen Piranha Chur und der UHC Dietlikon gegenüber. Gelingt dem UHC Dietlikon beim dritten Anlauf der erste Sieg oder holt sich Piranha den sechsten Titel in Folge?

Die bisherigen Paarungen

Fünf Mal standen sich Piranha Chur und der UHC Dietlikon in dieser Saison gegenüber. Und vier Mal hiess der Sieger: UHC Dietlikon. Die Zürcherinnen heimsten damit die ersten zwei Titel der Saison ein und holten sich souverän den Qualisieg.

Im Cupfinal war die Differenz besonders gross. Dort kam Chur überhaupt nicht auf Touren und die Maschine Dietlikon lief gut geölt. Das klare 5:0 entsprach deutlich den Kräfteverhältnissen an diesem Tag.

Der Supercup und die restlichen Duelle waren mehr umkämpft und endeten drei Mal nur mit einem Tor unterschied.

 

UHC Dietlikon

In den vergangenen Saisons sprachen die Experten vor allem vom Dietliker Angriff als dem Glanzstück des Teams. Michelle Wiki war Gesprächsthema Nummer eins. Nach dem Abgang der Gallionsfigur mussten andere in die Bresche springen. Linda Pedrazzoli, Isabelle Gerig und die neue Dietliker Top Skorerin Andrea Gämperli taten dies zwar mit Bravour, doch Gesprächsthema Nummer eins waren sie nie. Eher hebt die Unihockeyschweiz das Abwehrbollwerk von Dietlikon in den Vordergrund. Kein Wunder, wenn die Trainerin, Simone Berner, eine der besten Verteidigerinnen ist, welche die Unihockeyschweiz (-welt) je gesehen hat. Monika Schmid wurde von der Konkurrenz früher oft als Schwachpunkt ausgemacht, doch diese Zeiten sind vorbei und es sind nur noch lobende Worte für die Nationaltorhüterin zu hören.

Eine auf viele Schultern verteilte Torproduktion, eine sehr stabile Abwehr und eine formstarke Torhüterin. Dazu ein Staff, welcher weiss wie Titel geholt werden. Was kann da schon schief gehen? Doch eigentlich hätte Dietlikon schon in den letzten drei Jahren alles gehabt, um den Titel zu holen. Gescheitert sind sie trotzdem immer. Vielleicht sind aber alle guten Dinge drei und im Jahr 2017 geht der Titel, aus Dietliker Sicht, endlich wieder nach Zürich.

 

Piranha Chur

Mit einer Verletztenliste, welche teilweise fast länger war, als die Liste der Anwesenden, spielte sich Chur mehr oder weniger souverän durch die Qualifikation und die Play Offs. Vorteil der ganzen Geschichte: viele der jungen Piranhas mussten während der Saison und auch während den Play-Offs Verantwortung übernehmen und die Last war auf mehr Schultern verteilt als auch schon. Dank den zwei Wochen Pause seit dem letzten Spiel, dürfte sich die Personalsituation von Piranha entspannt haben. Und Lara Heini ist ebenfalls wieder zurück zwischen den Pfosten. Gerüchten zu Folge werden einige gestandene Churerinnen am Samstagabend ihren Stock an den Nagel hängen. Und das wollen die erfolgsverwöhnten Piranhas ganz sicher mit dem sechsten Titel in Folge tun.

Trotz dem Status „Titelverteidiger“ wird Piranha Chur am Samstag in der Rolle des Underdog antreten und Eigenschaften wie die familiäre Stimmung im Team und das Sieger-Gen in die Waagschale werfen. Doch das Gefühl bleibt: in diesem Jahr könnten diese Eigenschaften alleine nicht genügen.

 

 

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