Deutliche Niederlage zum Abschluss der Gruppenphase

Das dritte WM-Gruppenspiel der Schweizer Damen-Nationalmannschaft in Bratislava (SVK) gegen die Turnierfavoritinnen aus Schweden geht mit 3:12 deutlich verloren. Als Gruppenzweite qualifizieren sich die Schweizerinnen dennoch direkt für den Viertelfinal.

Margrit Scheidegger und das Schweizer Team hatten einen schweren Stand gegen Schweden (Foto: Fabian Trees, www.imagepower.ch)
Margrit Scheidegger und das Schweizer Team hatten einen schweren Stand gegen Schweden (Foto: Fabian Trees, www.imagepower.ch)

Im dritten und letzten Schweizer WM-Gruppenspiel wartete mit den Titelverteidigerinnen aus Schweden der erste grosse Prüfstein auf das Schweizer Damen-Nationalteam. Die Schweizerinnen erwischten einen denkbar schlechten Start ins Spiel: Nach nur gerade 53 Sekunden lagen sie bereits mit zwei Treffern in Rückstand. Sie überstanden dann zwar diverse weitere brandgefährliche Szenen schadlos, trotzdem bauten die Schwedinnen ihre Führung auf 3:0 aus, bevor Corin Rüttimann mit einem sehenswerten Treffer in die weite Ecke das erste Tor für Rot-Weiss buchen konnte. Die schwedische Antwort liess allerdings nicht lange auf sich warten: Noch bevor die Hälfte des ersten Drittels verstrichen war, lautete der Spielstand 4:1.

Für den zweiten Treffer war Michelle Wiki besorgt: Alleine vor der schwedischen Torhüterin Sara Hjörting behielt sie die Nerven und verwertete zum 2:4. Aber auch jetzt wieder reagierten die Schwedinnen prompt mit der Wiederherstellung des 3-Tore-Vorsprungs. Im zweiten Drittel stellte Cheftrainer Rolf Kern dann auf zwei Linien um – Druck bauten aber weiterhin in erster Linie die Schwedinnen auf. Drei weitere schwedische Treffer liessen deren Vorsprung auf 8:2 anwachsen, ehe Gerig auf Pass von Scheidegger in einem herrlichen Kontervorstoss das dritte Schweizer Tor realisierte. Wie gehabt kam die schwedische Antwort postwendend: Diesmal konterten die Schwedinnen gar in Form eines Doppelschlags, welcher das «Stängeli» zehn Sekunden vor Ablauf des zweiten Drittels komplett machte.

Im Schlussdrittel schalteten die Schwedinnen einen Gang zurück, was den Schweizerinnen mehr Platz und Ballbesitz bescherte. Die Schweizerinnen vermochten aber nicht mehr zu reagieren. Stattdessen nutzten ihre Gegnerinnen zwei weitere Chancen zu einem Treffer und erhöhten damit auf das Schlussresultat von 12:3. «Heute muss man wirklich sagen: Gratulation Schweden. Sie haben sich den Sieg heute wirklich verdient», sprach Corin Rüttimann ihren Gegnerinnen nach dem Spiel ein Kompliment aus.

Mit dieser Niederlage schliesst die Schweiz die Gruppenphase auf dem zweiten Platz ab und steht direkt im Viertelfinal. Dieser wird am Donnerstag um 20:00 Uhr ausgetragen. Der Gegner steht noch nicht fest.

Schweden – Schweiz 12:3 (5:2,5:1,2:0)
HANT Arena, Bratislava (SVK), 227 Zuschauer, SR Reichelt/Kostinek (CZE)
Tore: 1. (0:29) Steen (Delgado Johansson) 1:0. 1. (0:53) Rasmussen (Tschop) 2:0. 6.Boberg (Norström) 3:0. 9. Rüttimann (Ulber) 3:1. 10. Tschop (Rydfjäll) 4:1. 17. Wiki (Ulber) 4:2. 20. Joelsson (Wibrön) 5:2. 23. Krantz (Wibrön) 6:2. 25. (24:18) Wibrön (Krantz) 7:2. 25. (24:54) Joelsson (Wibrön) 8:2. 38. Gerig (Scheidegger) 8:3. 40. (39:10) Tschop (Wijk) 9:3. 40 (39:50) Sundberg (Joelsson) 10:3. 48. Joelsson (Wibrön/Ausschluss Gerig) 11:3. 58. Wibrön (Joelsson) 12:3.
Strafen: 1x2Minuten gegen Schweden, 2x2Minuten gegen die Schweiz
Schweden: Hjorting; Krantz, Sundberg; Boberg, Norström; Tschop, Rydfjäll; Augustsson; Joelsson, Granstedt, Wibron; Delgado Johansson, Fjellstedt, Steen; Rasmussen, Wijk, Stalhult; Hultgren, Andreason
Schweiz: Heini (Schmid); Reinhard, Marti; Mischler, Stella; Cina, Liechti; Streiff; Ulber, Rüttimann, Wiki; Gerig, Rossier, Scheidegger; Zwinggi, Gämperli, Spichiger; Wyss, Frick
Bemerkungen: Seraina Ulber (SUI) und Emelie Wibrön (SWE) als beste Spielerin gewählt.

Quelle: Swiss Unihockey

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*