Schweizer Cup – Vorschau Halbfinale

Im Halbfinale stehen vier Teams, welche momentan in den Top fünf der Tabelle anzutreffen sind. Einen unterklassigen Cup-Schreck gab es in diesem Jahr nicht. Dafür kommt es im Halbfinale bereits zum Klassiker Piranha Chur gegen den UHC Dietlikon.

Wer zieht in diesem Jahr ins Wankdorf ein? (Foto: Claudio Thoma, www.unihockey-fotos.ch)
Wer zieht in diesem Jahr ins Wankdorf ein? (Foto: Claudio Thoma, www.unihockey-fotos.ch)

Freitag, 12.01.2018

Skorpion Emmental vs. Red Ants
20:30 Uhr, BOE Zollbrück

Zählen wir die Siege dazu, welche die Red Ants unter dem Namen HC Rychenberg Winterthur geholt haben, so sind die roten Ameisen immer noch der Rekord-Cup-Sieger. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass der letzte Sieg aus dem Jahr 2012 datiert, also praktisch in einer anderen Ära geholt worden ist. Die Red Ants wurden von uns schon oft als Cup-Team bezeichnet. Macht Winterthur auch in diesem Jahr diesem Ruf alle Ehre? Mit den Skorps wartet auf Winterthur ein Team, welches spätestens seit der Schlacht in den letztjährigen Playoffs gut bekannt sein sollte bei den Red Ants. Hilft die Cup-Erfahrung den Winterthurerinnen?
Die Skorps können mit Trainer Felix Coray ebenfalls auf jemanden zurückgreifen, der weiss, wie man einen Cup-Sieg holt. Und die Emmentalerinnen dürften hungrig darauf sein, zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in ein grosses Finale bei den Aktivteams einzuziehen. Damit wäre dann bereits der grösste Erfolg der Vereinsgeschichte Tatsache. Und die Resultate aus den letzten Spielen (insbesondere die Torausbeute) dürfte dem Berner Team das nötige Selbstvertrauen mit auf den Weg geben.
Für beide Teams wartet die einmalige Chance in dieser Saison einen Titel zu holen. Bei den Red Ants wäre dies Cup-Sieg Nummer 12. Die Skorps könnten den ersten Titel eines Aktivteams in der Vereinsgeschichte holen. Für beide Vereine liegt also eine historische Marke in Griffnähe.

Samstag, 13.01.2018

Piranha Chur vs. UHC Dietlikon
19:00 Uhr, GBC Chur

Piranha Chur und der Cup ist keine Liebesgeschichte. Während die Piranhas in der Meisterschaft und auch im Superfinal in den letzten Jahren fast immer dominiert und gewonnen haben, so war der Cup fast immer mit Enttäuschungen verbunden. Am präsentesten ist da wohl noch die vernichtende 5:0 Niederlage im letztjährigen Finale, die den Churerinnen nicht nur einiges an Selbstvertrauen kostete sondern auch eine Verletzung bei Lara Heini mit sich brachte, welche wohl beinahe schon fast als wichtigstes Zünglein an der Waage im Meisterschaftsrennen bezeichnet werden konnte. Trotzdem stehen die Piranhas erneut im Halbfinale. Der Gegner hätte aber nicht schwieriger sein können.
Während die Piranhas die Meisterkrone schon fast abonniert hatten, war der UHC Dietlikon in den letzten Jahren vor allem im Cup erfolgreich. Den letztjährigen Meistertitel einmal ausgeklammert, holten sich die Zürcherinnen immerhin im Cup Trophäen und sorgten damit dafür, dass wenigstens Teilziele erreicht werden konnten. Nun sieht es wieder so aus, als ob Chur in der Meisterschaft nach Belieben dominieren würde und für Dietlikon die Cup-Brosamen übrig bleiben. Dafür muss aber niemand geringeres als Chur aus dem Cup geworfen werden.
Diese Vorschau dreht sich im Kreis. Aus den gleichen Gründen, weshalb Dietlikon eigentlich Favorit auf den Einzug ins Wankdorf ist, könnte Chur gerade in diesem Jahr für die Ausnahme sorgen. Alles in Allem wartet auf den neutralen Fan ein wahrer Unihockeyleckerbissen, welchen wir gerne in Bern gesehen hätten.

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