Aufsteiger Laupen im NLB-Playoff-Final

Eine Woche nach dem 9:0-Sieg in der heimischen Elba gegen Basel Regio, reisten die Laupnerinnen am Samstag für das zweite Spiel der Playoff Halbfinals in die Rheinstadt. An die Sandgruben-Halle erinnerten sie sich mit gemischten Gefühlen, nach zwei klaren Siegen in den ersten beiden Meisterschaftsrunden, hatten sie das letzte Spiel hier mit 6:2 deutlich verloren. Dass Basel noch nicht ans Saisonende dachte, war Laupen spätestens nach der Ansage, sie hätten an besagtem Abend niemanden zu verabschieden, da es noch ein drittes Spiel geben würde, klar.

Laupen setzte sich im Halbfinale gegen Basel Regio durch (Foto: www.unihockeybaselregio.ch)

Schon nach zwei Minuten konnte Laupen dank einem Weitschuss von Daniela Spaargaren mit 1:0 vorlegen. Dass sie so schnell zu ihrem ersten Tor kamen, liess die Laupnerinnen etwas hochnäsig werden. Sie kokettierten mit Einzelaktionen, die jedoch selten zu ihrem Vorteil endeten. Das Heimteam hatte sich nach dem ersten Treffer schnell gefangen und das Spiel nahm alles andere als einen entspannten Verlauf. Die Baslerinnen waren nicht dasselbe Team, das eine Woche zuvor noch eine 9:0 Schlappe eingefahren hatte. In ihrer eigenen Hälfte standen sie kompakt, liessen keine Pässe in die Mitte zu und bei Balleroberungen, schalteten sie blitzschnell auf Konter um. Nur um Haaresbreite entging Laupen mehrfach dem Ausgleich und zwei Sekunden vor Ende des ersten Drittels kassierten sie in einer chaotischen Druckphase das erste Gegentor.

Das zweite Drittel begann, wie das erste aufgehört hatte. Es herrschte nicht der Zusammenhalt, dem die Laupnerinnen ihren Erfolg verdanken. Es funktionierte wenig. Wie ein Haufen aufgescheuchter Hühner rannten sie auf dem Feld herum. Eine Zweiminutenstrafe gegen Basel wegen unkorrektem Abstand konnten sie auch nicht nutzen. Wenigstens war das Backchecking so gut, dass die Baslerinnen ihre Konter nicht zu einem Führungstreffer verwerten konnten.

Nur 17 Sekunden nach Wiederanpfiff zum letzten Drittel konnte sich eine Baslerin durch den Slot prügeln bis vor Torhüterin Leana Schoch, und schon zappelte das löchrige Rund im Netz. Jetzt begannen die Baslerinnen die eigene Zone zuzumauern, um um jeden Preis den Ausgleichstreffer zu verhindern. In der 48. Minute fand Sabrina Gmürs Pass doch einen Weg zu Andrea Wildermuth, die Laupen mit dem 2:2 im Spiel hielt. Basel nahm ein Timeout, welches sofortige Wirkung zeigte. Sie gingen nur 30 Sekunden später erneut in Führung. Und wieder hiess es für Laupen gegen das gegnerische Bollwerk anzukämpfen. Die ungewohnte Situation, so kurz vor Schluss mit einem Tor im Rückstand zu liegen, machte es den Zürcher Oberländerinnen schwer, die Moral aufrecht zu erhalten. Das routinierte Sturmduo aus der ersten Linie zeigte jedoch besonders viel Nervenstärke. Eineinhalb Minuten vor Schluss versenkte Sina Hofmann einen Pass von Andrea Wildermuth in den hohen Slot und rettete Laupen so in die Verlängerung.

Nicht wer rennen kann, gewinnt das Rennen, sondern wer bis zum Ende rennen kann, sagt ein jamaikanisches Sprichwort und es passt zum Ausgang dieses Matches. Laupen hatte eindeutig noch mehr Kraftreserven in den Beinen als die Baslerinnen. Diese konnten nicht mehr mit dem Tempo mithalten. Der Ball zirkulierte jetzt grösstenteils in den Laupner Reihen und mehr Abschlüsse kamen aufs gegnerische Tor. Trotzdem brauchte Laupen nochmals fast neun Minuten Geduld, bis das Teamküken Andrea Wildermuth Laupen mit einem unvergleichlich spektakulären Weitschuss aus spitzestem Winkel in den Playoff-Final schoss.

Unihockey Basel Regio – UHC Laupen ZH 3:4 n.V. (1:1, 0:0, 2:2, 0:1)
Sandgruben, Basel. 163 Zuschauer. SR Koller/Tran.
Tore: 3. D. Spaargaren 0:1. 20. S. Kramer 1:1. 41. I. Mäkinen (J. Kesälä) 2:1. 49. A. Wildermuth (S. Gmür) 2:2. 50. J. Kesälä (K. Kantokorpi) 3:2. 59. S. Hofmann (A. Wildermuth) 3:3. 69. A. Wildermuth 3:4.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Unihockey Basel Regio. keine Strafen.

Quelle: UHC Laupen

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