Aus der Traum…

Es sollte nicht sein… Die Schweiz verliert das letzte Gruppenspiel gegen Polen mit 2:5 und verpasst das Halbfinale.

Leere Blicke beim Schweizer Team… (Foto: Severin Binkert/IFF)

Mit aggressivem Forechecking versuchten die Schweizerinnen zu Beginn der Partie der polnischen Defensive Bälle abzujagen und Torchancen zu kreieren. Dieses Vorhaben gelang zwar mehrmals, Zählbares resultierte aber nicht. Ganz im Gegenteil – kurz nach Mitte des Startdrittels jubelten die Polinnen zwei Mal. Als sie dann kurz darauf sogar noch in Überzahl agieren konnten, brannte es erneut mehrmals lichterloh vor Ladina Töndury. Dies passte natürlich überhaupt nicht ins Konzept der Schweizerinnen. Sie fingen sich aber wieder und erarbeiteten sich weitere Gelegenheit. Kurz vor der Pause bewies Rahel Rieder ihre gute Spielübersicht und bediente Deborah Frei, welche den Ball im Netzhimmel zum Anschlusstreffer versenken konnte.

Kurz nach Wiederbeginn konnte Polen erneut in Überzahl agieren. Doch bereits nach wenigen Sekunden war es Deborah Frei, welche entwischte, gefoult wurde und damit einen Penalty herausholte. Dieser konnte aber nicht verwandelt werden. In der Folge konnten die Schweizerinnen zuerst mit vier gegen drei und dann sogar mit fünf gegen drei Spielerinnen agieren. Doch gegen die massierte Defensive der Polinnen (alle drei Spielerinnen bewegten sich während dieser Unterzahlsituation nicht aus dem Torraum heraus) gab es kein Durchkommen. Als dann die Polinnen selber Powerplay spielen konnten, gelang ihnen das 1:3. Die Schweizerinnen schienen extrem verunsichert. Es gelangen ihnen kaum mehr zusammenhängende Aktionen. Die wenigen Torchancen konnten allesamt nicht ausgenutzt werden. So ging die Schweiz mit einem Zweitorerückstand in die zweite Pause.

Auch im Schlussabschnitt gelang den Schweizerinnen nicht viel nach Wunsch. Sie rannten zwar an, die notwendige Präzision fehlte aber weiterhin. Es brauchte schon eine absolute Willensleistung von Ronja Bichsel, welche den Ball regelrecht über die Torlinie prügelte. Doch der Knoten platzte immer noch nicht. In Unterzahl musste sogar das 2:5 hingenommen werden. Zwei Minuten vor Schluss konnten dann auch die Polinnen einen Strafstoss nicht verwandeln. Dafür agierten sie für den Rest der Spielzeit in Überzahl und liessen geschickt die Uhr herunterlaufen. Es blieb beim 2:5 aus Sicht der Schweiz.

Polen qualifizierte sich dank diesem Sieg erstmals für ein U19-Halbfinale. Die Schweiz spielt nun am Samstag um 16.00 Uhr das Spiel um Platz fünf gegen Norwegen.

Schweiz – Polen 2:5 (1:2; 0:1; 1:2)
Athletik Zentrum St. Gallen – 1’291 Zuschauer – SR: Iiro Linnala / Tuomo Timonen
Tore: 09:29 Joanna Szelzchen (Patrycja Hliwa) 0:1, 11:36 Joanna Szelzchen (Patrycja Hliwa) 0:2, 18:08 Deborah Frei (Rahel Rieder) 1:2, 24:23 Dominika Buczek (Anna Osmala) 1:3, 42:29 Anna Osmala (Dominika Buczek) 1:4, 50:18 Ronja Bichsel (Lara Wüthrich) 2:4, 51:26 Anna Osmala (Zuzanna Krzystyniak) 2:5
Strafen: 5 x 2 Minuten gegen Schweiz, 2 x 2 Minuten gegen Polen
Schweiz: Ladina Töndury; Luana Rensch, Luisa Cotti; Annique Meyer, Lara Wüthrich; Sandrine Eggel, Livia Danuser; Iris Brünn, Luzia Kessler; Nicole Capatt, Andrea Wildermuth, Karin Wenger; Deborah Frei, Rahel Rieder, Carola Kuhn; Ronja Bichsel, Selma Bergmann, Melea Brunner; Viviane Lenz; Livia Werz
Polen: Magdalena Michaliszyn; Maja Masztaler, Katarzyna Pawlowska; Joanna Szelzchen, Ewelina Kozlowska; Zuzanna Krzystyniak, Zuzanna Pudzisz; Oliwia Ryszewska; Martyna Sumislawska, Weronika Gradzka, Roksana Polanska; Patrycja Hliwa, Jutrzenka Cirocka, Zuzanna Krzywak; Anna Osmala, Gabriela Pysz, Dominika Buczek; Patrycja Ludwiczak, Zemfira Zakojan; Patrycja Bernacka
Bemerkungen: Bestplayer Schweiz: Carola Kuhn, Bestplayer Polen: Joanna Szelzchen – Timeout Polen: 50:22, Timeout Schweiz: 54:31

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*