Der UHC Thun zieht das Damen NLB Team zurück!

Hiobsbotschaft aus dem Berner Oberland. Das frühere NLB-Spitzenteam wird in der kommenden Saison 2013/14 nicht am Spielbetrieb in der Nationalliga B teilnehmen. Der Vorstand zieht das Team aus der NLB zurück. Auch die Juniorinnen U21 werden nicht an den Start gehen.

Der UHC Thun wird zukünftig nur noch in der Herren Nationalliga vertreten sein. (Foto: uhcthun.ch)
Der UHC Thun wird zukünftig nur noch in der Herren Nationalliga vertreten sein. (Foto: uhcthun.ch)

Bereits letzte Woche haben inoffizielle Meldungen die Redaktion von LadyStrike erreicht. Es wurde gemunkelt, dass sich der Vorstand des UHC Thuns überlegt, die beiden Damenteams der NLB und U21 nicht am Spielbetrieb teilnehmen zu lassen. Nun scheint es bittere Realität zu sein, dass der UHC Thun nicht in die Saison starten darf.

Nach dem sich die Thunerinnen letztes Jahr in extremis noch vor dem Abstieg gegen Sarnen retten konnten, mussten sie auf diese Saison hin weitere gewichtige Abgänge in Kauf nehmen. Da auch die Zusammenarbeit mit dem UHC Höfen nicht optimal von statten ging, befand sich der UHC Thun in einer Art Sackgasse. Mitte Juli schaltete der UHC Thun dann auch ein Inserat und suchte aktiv nach Spielerinnen.

Prisant an der ganzen Geschichte ist, dass der UHC Thun eigentlich „genügend“ (mehr als zwei Linien) Spielerinnen gehabt hätte, diese Anzahl dem Vorstand allerdings nicht genügte um den Spielbetrieb zu sichern. Somit musste der Vorstand einen Entscheid gegen das NLB-Team treffen. In den letzten Tagen wurden nun die Spielerinnen informiert darüber, dass sie nächstes Jahr nicht mit dem UHC Thun an den Start gehen können. Eine bittere Pille für das Schweizer Damenunihockey. In der NLB werden somit nur sieben Teams an den Start gehen.

LadyStrike bleibt am Ball und informiert weiter über die genaue Situation in Thun.

3 Comments

  1. Jacqueline Ramseier says:

    Dies ist leider so, was ich persöndlich sehr traurig und schade finde. Nur lag das Problem mal nicht nur auf Seiten der NLB Damen sondern beim Nachwuchs .u21 Juniorinnen fanden sich gerade nur 5-7 Spielerinnen ein. & 1Goalie.
    Leicht wurde dieser Entscheid nicht getroffen, aller Vorstandsmitglieder und div. Spielerinnen haben sich Wochen / Tagen ins Zeug gelegt . Telefoniert , Email . Andere Vereine kontaktiert. Mit sehr wenig- bis mäßigen Erfolg .
    (Oben erwähnte Zusammenarbeit war leider auch nicht optimal dies auch mit den umliegenden Verein , die im Zusa waren ,sprich Frauenbewegung . )
    Verschiedene Gespräche wurden mit dem Verband Swissunihockey geführt , das wir eine U21 verzichten könnten und nur die Nlb an den Start gehen könnte. Leider nein.
    Darum wurde dieser Schritte mit wirklichem Herzensblut vollzogen.
    Und nicht leichtfertig. Die uns zu Verfügung stehenden Mittel ausgeschöpft.
    Herzlichen Dank an die Skorps. für ihre Hilfe uns helfen zu wollen.
    Auch wenn’s nicht geklappt hat.

  2. Majoleth Alfred says:

    Dass gleich 2 Mannschaften aus der Region Thun (D-NLB und D-U21 / UHC Thun) ihre Kader für Saison 2013/14 (Spielbetrieb) zurück gezogen haben ist ein herber Schlag für den Unihockey Sport – und die ganze Region -Berner Oberland-. Bereits der Zusammenschluss der beiden SML Mannschaften Damen SLM Bern Caps und Burgdorf hat aufgezeigt, mit welchen grossen Schwierigkeiten und Problemen die einzelnen Clubs in der Unihockey Szene zu kämpfen haben. Ein aufstrebender Sport wie Unihockey ist, wird arg durchgeschüttelt. Dass der Unihockey Sport nicht so schlecht sein kann zeigt die Tatsache; die vielen Spieler Abgänge (D-H) in diesem Jahr ins Ausland zu Spitzen-Clubs nach >Schweden >Finnland usw. Auch International spielt ja die Schweiz seit Jahren ganz vorne mit und gehört zu den “ 4 “ ganz Grossen im Unihockey Sport. Da müssen vor allem die SML und NLB Clubs die Abgänge wieder kompensieren. Vielerorts fehlt leider „noch“ das Geld, um teure Spitzen-Spieler-Innen aus dem Ausland einkaufen zu können (Budget). Man möchte ja auf nationaler Ebene mithalten können. Vermerk: Das ist unter Anderem eine Frage des Sponsorings; Sponsoren zu finden wird immer schwieriger! Auf nationalem eigenem Schweizermarkt ist nicht mehr viel zu holen. Sponsoren unterstützen heute mehrheitlich „nur“ noch Spitzen-Sport und Anlässe…..
    Spieler mit Abwanderungsgelüsten können beim Heim-Club „ohne“ grosse Transfer-Summen, wie das z.B. der Fussball oder Eishockey kennt, ihren Heim-Club verlassen.Haben es nicht all zu schwer, sich einem Ausländischen Club –
    oder einem Schweizer Spitzenclub an zu schliessen. Der Spielermarkt in unseren oberen Ligen (auch U21) ist ausgetrocknet. Bereits bei den Nachwuchs-Spieler U21 beider Lager sind es viele, die aus irgend einem Grund (Weiterausbildung, Uni oder Berufswechsel), den Unihockey Sport an den berühmten Nagel hängen. U21 Spieler müssen sich nach erreichen ihres 21-ten Lebensjahres anderweitig orientieren. Zwar könnte man annehmen, dass es heute viel leichter ist sich einem NLB oder SML Club anzuschliessen. Durch die vielen Abgänge und Auswanderungen von Spitzen Spieler ins Ausland ist die Breite im nationalen Unihockey Sportbereich grösser geworden. Der Nachwuchs U21, sich nach „Oben“ auszurichten und die Chance zu packen, sein eigenes Talent unter Beweis zu stellen, sich weiter zu entwickeln wird zu wenig genutzt. Dann wiederum gibt es zwangsläufig jene Spieler, bei denen die technischen Fähigkeiten (Talent) fehlt und deshalb den Weg nach ganz „Oben“ nicht schaffen. U21 ist für diese Spieler Endstation. Breitensport kann in diesem Fall eine Alternative sein, um weiterhin Unihockey Spielen zu können. Wiederum Andere wenden sich einer anderen Sportart zu oder hören mit Sport ganz auf!

    Ich/wir habe viele Jahre mit meiner Firma/Team und vielen z.T. grossen, eigene Sponsoren versucht, den Nachwuchs-Sport (Junioren-Mannschaften) zu fördern. Sportler beider Geschlechter, Unihockey Vereine oder -Clubs zu sponsern. Leider haben wir, da wir sehr selten keine eigene Werbung beansprucht haben, nicht oft dankbare Erfahrungen gemacht. Oft vermittelt bekommen, dass es uns nicht braucht:-( Gesponserte Gelder sind oft im Sand verlaufen und/oder wurden missbräuchlich für andere Zwecke verwendet, ohne vorher mit uns Rücksprache zu nehmen. Grossbeträge, z.T. über CHF 10`000.– wurden nicht einmal kommuniziert oder verdankt. Dankbarkeit ist ein Wort, das viele Vereine oder Clubs nicht kennen und gerne mit Selbstverständlichkeit verwechseln! „Dankbarkeit“ (haben) erfahren haben wir (mit wenigen Ausnahmen) durch viele von uns gesponsert/en Sportler-Innen oder Privat-Organisatoren eigener Sportanlässe (Prag Gams usw.). Gab auch einige Unihockey-Anlässe, die wir mit Gelder unserer eigenen Sponsorengruppe mit unterstützt haben/konnten. Sportler-Innen haben wir nur (gab Ausnamefälle) bis zum erreichen des 21-zigsten Geburtstag gesponsert/unterstützt; auch ausländische Sportler-Innen darunter.

    Unihockey lag uns am Herzen, da auch meine Tochter viele Jahre diesen Sport betrieben hat. Schade; so verliert man gute Sponsoren und „auch>“ Sportler-Innen. Ich/wir haben auch aufs Aufhören gedacht. Viele Anfragen haben wir (vor allem ich) aus gesundheitlichen Gründen abgewiesen (war ab Ende Juli 2012 bis März 13 gesundheitlich schwer angeschlagen). Hingegen wollten wir die aus-laufenden Sponsor Verträge mit einzelnen Spieler-Innen erfüllen. Einem Unihockey Club aus der Region ZH haben wir für die laufende Saison 2013/14 einen grösseren Unterstützungsbeitrag, der den Spieler-Innen D-SLM & U21-A direkt zugute kommt, zugesichert. 2 weiteren -Clubs haben wir eine Direkt-Zahlung zugestellt. Ein Club hat sich quer gestellt und die von uns (freiwillige) Unterstützung abgelehnt! Ab 2014 werden wir uns von der Unihockey Bühne zurück ziehen
    – was heisst: „Es wird uns einfach nicht mehr geben…..“! Einige Spieler-Innen, denen wir die Unterstützung verweigert haben werden froh sein, wenn wir von der Unihockey-Bildfläche verschwinden….
    Alfred Majoleth & Team

  3. Majoleth Nicole says:

    Ich persönlich finde es sehr schade, dass UHC Thun gleich 2 Mannschaften aus der Meisterschaft 2013/14 zurück ziehen mussten. Ein trauriges Kapitel wenn ein Club wie Thun wegen „Spielerinnen Mangel“ zu den Meisterschaften nicht mehr antreten kann. Habe den Bericht von Jacquelyne Ramseier vom 4. August auf Ladystrike.com gelesen und habe fest körperlich gespürt, was diese Spielerin zur Zeit körperlich und seelisch durch macht. War eine Spielerin, die mit Herz und Seele für ihren UHC Club Thun alles gegeben – und viel Herzblut investiert hat, um mit anderen Spielerinnen und Vorstand Thun zu retten. Ich hatte mich auf den Inseraten-Aufruf des UHC Thun, in dem sie Spielerinnen gesucht haben sofort gemeldet, bekam aber leider keine Rückantwort. Eine Spielerin vom Club (Name bekannt) hatte mich ins Training eingeladen, wurde aber kurzfristig abgesagt. Inzwischen hat sich ein anderer Club (Wilderswil-Interlaken) bei mir gemeldet, die meine Anzeige gelesen haben. Auch sie kämpfen zur Zeit mit Spielerinnen Mangel. Kenne auch diesen Club wie Thun aus meiner ehemaligen Unihockey Zeit, als ich noch beim UHC Höfen und Bern Caps gespielt habe. Es ist eine Überlegung Wert, ob ich zum 1.Liga Team dazu stossen will/ soll!? Für mich eine wichtige Frage der Trainingszeiten, die ich zuerst noch mit meinem Arbeitgeber klären muss.

    Ich wünsche dem UHC Thun für die weitere Zukunft alles Gute und viel Glück, dass sie weiterhin der Damen Unihockey Szene in irgend einer Form erhalten bleiben. Den Herren Mannschaften wünsche ich einen guten Start in die neue Meisterschaft-Saison 2013/14.

    Aus Brig-Glis „und bald Thunerin“:
    Nici Majoleth

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